10 Jahre Kompetenz, Sozial-Ökonomische BetriebsgmbH 10 Jahre Soziales Engagement
Am 18. Juni 2009 feierte die Kompetenz, Sozial-Ökonomische BetriebsgmbH im Beisein einer Vielzahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich ihr 10jähriges Firmenjubiläum. Zehn Jahre soziale Verantwortung für benachteiligte und behinderte Menschen wurden im Rahmen der Festreden gewürdigt.
Als Hausherrin begrüßte Frau Bürgermeister Emmy Schrott die Gäste in Söchau, wo die Lehrwerkstätten für die berufliche Qualifizierung in der Oststeiermark beheimatet sind.
Anton Krammer, Begründer und Geschäftsführer der Kompetenz sieht sich selbst als „Träumer“ im Sinne eines Visionärs. Mit der Gründung der Kompetenz verfolgte er vor zehn Jahren eine Vision, nämlich behinderten und benachteiligten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend ihrer Fähigkeiten zu entwickeln und Kompetenzen im zwischenmenschlichen und beruflichen Bereich aufzubauen. Was vor 10 Jahren mit 12 MitarbeiterInnen begann, ist heute ein Betrieb mit drei Standorten und 210 MitarbeiterInnen, wobei hierzu auch jene Menschen zählen, die in den Maßnahmen der Kompetenz eine berufliche Qualifizierung erhalten, jene Menschen sind im Rahmen der Ausbildung angestellt und versichert. Die Lehrwerkstätten der Kompetenz sind keine Behinderteneinrichtung im klassischen Sinn, sondern bieten reales „training on the job“. In zehn Jahren wurden 379 Menschen betreut, 277 beruflich qualifiziert, 42 Jugendliche haben eine Lehre abgeschlossen und 79 Menschen konnten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Die Wohnbetreuungsmaßnahmen haben 219 Menschen in Anspruch genommen. Dies alles ist aber nur durch das große Engagement der MitarbeiterInnen und die Treue der Unterstützer und Partner wie dem Land Steiermark, dem Bundessozialamt und Partnern aus der Wirtschaft möglich geworden.
Bürgermeister Johann Urschler hob in seiner Funktion als Obmann der Sozialhilfeverbandes des Bezirkes Fürstenfeld hervor, dass die Kompetenz in diesen zehn Jahren viele Hürden genommen hat, dabei aber immer ihrem Motto „Unternehmen statt hinnehmen“ treu geblieben ist. Die Zwischenmenschlichkeit in der Arbeit mit behinderten und benachteiligten Menschen stand und steht im Vordergrund. Denn die Gesellschaft an sich muss Menschen Raum und Platz geben, sich entsprechend ihrer Fähigkeiten einzubringen und das Gefühl gebraucht zu werden zu erfahren.
Robert Reitzer unterstrich als Vertreter des Bundessozialamtes, Landesstelle Steiermark, dass die Zusammenarbeit mit der Kompetenz, die im Jahr 2001 begonnen hat, immer positiv verlaufen ist. Die Jugendarbeit stand und steht hiebei im Vordergrund. Das Bundessozialamt stellt mit seiner Unterstützung sicher, dass Menschen im Rahmen der Berufsausbildung auch eine Lehrlingsentschädigung erhalten. Derzeit befinden sich an allen drei Kompetenzstandorten 100 Lehrlinge in Ausbildung, 35 allein in der Oststeiermark.
LR Dr. Kurt Flecker ist seit vielen Jahren als Landesrat für Soziales, Arbeit und Kultur mit der Kompetenz verbunden. Er sah es als einen Akt der Wertschätzung für die Arbeit der Kompetenz auch persönlich zum Jubiläum zu kommen und hob in seinem Statement hervor, dass in der Kompetenz vieles geschehen ist, das mit dem Firmennamen zu tun hat. Dies umfasst sowohl die kompetente Betreuung und Ausbildung benachteiligter und behinderter Menschen als auch die Kompetenz in der Qualitätssicherung. Sein besonderer Dank ging an die MitarbeiterInnen, die in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe im Sozialbereich oft Aufgaben übernehmen, die eigentlich nicht bezahlbar sind.
Im Rahmen der 10-Jahresfeier wurden Hermine Mittendrein, Anita Gether-Probst, Ingrid Luttenberger, Waltraud Krieger und Doris Simitz als Mitarbeiterinnen der ersten Stunde geehrt.